«Die Zukunft der Schweizer Privatbanken ist düster» so schreibt es die NZZ in ihrem Beitrag vom 22.8.19. Vor allem die kleineren Institute schreiben rote Zahlen. Es fehlt an innovativen Geschäftsmodellen und immer mehr Banken verschwinden – in den letzten 10 Jahren waren dies 50%.

Die Banken leiden an fehlenden Innovationen sowie einer männlichen und überalterten Monokultur.

Überalterung der Führungsgremien

Dass es an „frischem Blut“ in den Schweizer Privatbanken in Bezug auf jüngere ManagerInnen und Verwaltungsratsmitglieder mangelt, weist eine Studie von KMPG explizit hin. Das Durchschnittsalter der Verwaltungsräte stieg in den letzten Jahren sogar noch um drei Jahre (auf 62) und jenes der Geschäftsleitungsmitglieder auf 52 Jahre. Mehr als 40% der Banken haben in den letzten sieben Jahren ihren CEO nicht gewechselt, obwohl die operative Performance alles andere als überwältigend war. Frischer Wind, neue Ideen und Perspektiven würden die Zukunft der Branche sicherlich verbessern.

Frauen fehlen

90% der Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitglieder dieser Banken sind männlich.
Von insgesamt 127 CEOs der letzten sieben Jahre waren nur sechs weibliche CEOs dabei. Auch in Bezug auf Gender Diversity zeichnet sich ein ähnliches Bild. Die Zahl der Frauen in Führungspositionen bei Privatbanken ist seit 2012 von 7.6% auf 9.5% im Jahr 2018 gestiegen (im Verwaltungsrat 5.3% auf 9.8%). Von einer ausgewogenen Geschlechterdurchmischung sind die Banken weit entfernt und dies obwohl es gelingt fast 50% Frauen auf den unteren Kaderstufen zu rekrutieren.

DOIT-smart analysiert laufend die Vertretung von Frauen in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat der grössten Schweizer Unternehmen auf Unternehmensstufe. Nicht nur bei den Banken dominieren die #Maennerkonzerne.
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