Stop fixing the women

Frauen sind häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, selbst daran Schuld zu sein weniger zu verdienen und nicht befördert zu werden – sie müssen eben selbstbewusster verhandeln und Ihre Leistungen besser verkaufen. Business Seminare, welche Frauen beibringen möchten männliche Verhaltensweisen zu adaptieren, boomen. Um vom Mehrwert von Diversity zu profitieren ist dieser Ansatz jedoch wenig zielführend, da damit ein von Männern geschaffenes System zementiert wird, welches nur ein bestimmtes Verhalten zulässt und belohnt.

Anlässlich einer durch P&G sowie PWC organisierten Kundenveranstaltung unter dem Slogan «Myths of gender equality in the digital workplace» hat DOIT-smart in Brainstorming Sessions mit Führungskräften den Mythos «Women need fixing» diskutiert und Lösungen formuliert. Gerne teilen wir hier eine Zusammenfassung.

Damit Frauen sich gleichwertig einbringen können, müssen Unternehmen ihre Werte, Prozesse, Kultur, Strukturen und Verhaltensweisen ändern. Dazu gehört auch die Wertschätzung von Qualitäten, die tendenziell eher dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden, wie z.B. Empathie. Auch unbewusste Wahrnehmungsverzerrung, wie z.B. Stereotypen, müssen bewusst gemacht werden und Personalprozesse, welche davon betroffen sind, durch Verhaltensdesign möglichst verändert werden. Nicht zuletzt gehören dazu auch das Durchbrechen von Hierarchien und Neu-definieren von Standards und Glaubenssätzen.

Die Vorschläge der Teilnehmenden reichten von gleichmässig verteilten, obligatorischen Elterndienst bis zur Abschaffung sämtlicher Vorgaben, wie gearbeitet werden muss, und dem Gewähren von maximaler Flexibilität. Als zentrales Thema hat sich herausgestellt hat, dass eine Leadership Kultur entwickelt werden muss, die allen Mitarbeitenden Raum gibt sich einzubringen. Ein Beispiel dazu ist die Round Robin Methode: Die Person, welche das Meeting leitet, fragt dabei jede Person individuell um deren Meinung und bringt die eigene erst am Schluss ein. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit beizutragen oder auch nichts zu sagen. In einer solchen Kultur sollten Führungskräfte vorleben, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (oder auch Hobbies) für alle möglich ist.

Da die Veranstaltung dem digitalen Arbeitsplatz gewidmet war, hat die Gruppe als beste Massnahme eine Technologie gewählt, mittels der Mitarbeitende laufend Feedback zu Inklusion geben können, welches in einen KPI Diversity & Inclusion als Teil der Personalbeurteilung einfliesst.

 

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