Der Hebel liegt bei den Beförderungen

Der kürzlich publizierte „Advance & HSG Gender Intelligence Report“ präsentiert die aktuellen Zahlen und Fakten zur Geschlechterverteilung in Schweizer Unternehmen. Die Ergebnisse basieren auf Rohdaten von 238’700 Angestellten aus 50 Unternehmen.

Gemäss der Studie konnten Verbesserungen bei der externen Rekrutierung mit positiven Pipeline Effekten erzielt werden. Ein weiteres erfreuliches Highlight ist die hohe Rückkehrquote (87%) von Frauen nach dem Mutterschaftsurlaub. Dies zeigt klar, dass die Bemühungen der Unternehmen bereits Früchte tragen – der Schweizer Durchschnitt liegt gemäss BFS nur bei 65%.

Hauptherausforderung für die Unternehmen ist die internen Beförderung von Frauen mit Potenzial. Das Missverhältnis beginnt bereits ab der 1. Managementstufe, mit grossen Auswirkungen auf den Gesamtkarriereverlauf. Obwohl das Geschlechterverhältnis im Sample fast 50:50 bei Mitarbeitenden ohne Managementfunktion ist, werden 58% Männer vs. 42% Frauen ins Management befördert. Als Haupterklärungsgründe werden die gläserne Decke von Teilzeitarbeit und unbewusste Wahrnehmungsverzerrungen bei Beförderungsprozessen, sowie eine Nichtachtung von Teilzeitpensen in Führungspositionen genannt.  (Weitere Ergebnisse/Download der Studie, finden Sie hier)

DOIT-smart beschäftigt sich eingehend mit dieser Thematik und hat aktive Beratungsmandate bei Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich Pipeline Kaderfrauen (siehe Beratungsmodul).

Ausgangslage ist eine Analyse der Zahlen und dabei insbesondere Potential/Performance Ausprägungen und Biases sichtbar zu machen. Bei der Implementierung stehen über 100 Massnahmen und Produkte zur Auswahl, passend für den jeweiligen Entwicklungsstand vom Unternehmen. Vor allem Unternehmen die sich zwischen Phase 3 und 4 im DOIT-smart Phasenmodell befinden, ist oftmals ein Prozessredesign für den Beförderungsprozess unumgänglich.
Ein Prozess, welcher durch transparente Kriterien, Einbezug mehrerer Entscheidungsträger, aktivem Karriere Support für Frauen und durch Kompetenz männlicher Führungspersonen verbessert werden soll.

 

 

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